PRESSESTIMMEN

Auf dieser Seite sammeln wir ausgewählte Presseartikel, Radio- und Videobeiträge. Sollten wir etwas nicht aufgeführt haben freuen wir uns über einen Hinweis per E-Mail.

Der Neonazis gegenüber: Wer sind die vier Nebenkläger im Prozess um Lina E.?
Leipziger Zeitung – 31.10.2021

Vor Gericht lässt er sich durch den Dresdner Anwalt Frank Hannig vertreten, der vorübergehend als Pflichtverteidiger des rechtsradikalen Mörders von Walter Lübcke auftrat und auch sonst auffällig oft Mandanten aus diesem Spektrum betreute. So auch im Falle der mittlerweile verurteilten Gruppe „Revolution Chemnitz.“ Ein weiteres Betätigungsfeld Hannigs waren 2020 die „Corona-Proteste“, im Umfeld der später eskalierten Versammlung am 7. November 2020 bot der Jurist per Video im Netz Coronaleugnern offensiv seine Dienste an.

Wer ist der Maulwurf?
analyse & kritik, 19.10.2021

Vor dem Oberlandesgericht (OLG) Dresden, wo das Verfahren gegen Lina E. und die drei Mitangeklagten verhandelt wird, wird unabhängig von den Ermittlungsergebnissen der Staatsanwaltschaft aber zu prüfen sein, inwiefern die Informationen aus durchgestochenen Akten die Aussagen von Zeug*innen beeinflusst und damit die Beweiskraft unterminiert haben könnten. Unklar ist nämlich nicht nur, wie beispielsweise das Compact-Magazin an die Unterlagen gekommen ist, sondern auch, ob und wenn ja welche Zeug*innen noch Zugriff auf die Ermittlungsakten haben. 

“Freiheit für Lina”: The Trial of the Female Militant Leftist that Mobilized Thousands in Leipzig
Militant Wire, Oktober 2021

Beyond demonstrating in solidarity with the accused, the September 18th protest and resulting clashes were meant to be a show-of-force by a coalition of self-described anti-fascist movements in Germany, amidst what they considered increased persecution of leftists by the state.

Gab ein Ermittler gegen Linke vertrauliche Informationen an Rechte weiter?
Spiegel, 09.10.2021

Der Fall hat daher das Zeug zum Polizeiskandal. Es besteht nicht nur der Verdacht, dass jemand im sächsischen Landeskriminalamt Details aus laufenden Ermittlungen an mutmaßliche rechtsextrene Kreise durchgestochen haben könnte, noch dazu jemand aus der „Soko LinX“ … .
Beim Blick in die Ermittungsakten des Verfahrens aus dem Jahr 2013 fällt … auf: nur wenige Beamte haben sich derart intensiv mit Henry. A beschäftigt, wie er, sein Name und Kürzel finden sich auf Abhörprotkollen und Sachstandberichten.

Kein Verdacht
taz, 09.10.2021

Im Prozess äußerte der Richter den Verdacht, dass die Informationen von Anwälten der angegriffenen Neonazis weitergetragen worden sein könnten, die dort als Nebenkläger sitzen. Tatsächlich sind diese einschlägig vertreten: durch Frank Hannig etwa, der zuletzt den Lübcke-Mörder Stephan Ernst verteidigte, oder Martin Kohlmann, Chef des rechtsextremen „Pro Chemnitz“. Die VerteidigerInnen – und nun auch die Staatsanwaltschaft Chemnitz – haben dagegen den Verdacht, dass die Soko Linx auch ganz direkt Informationen an Compact weitergibt. Besonders im Fokus: Soko-Ermittler Patrick H..

Unschuldig verfolgt (4): Lina E., Henry A. und der fleißige Patrick H.
Leipziger Zeitung, 03.10.2021

Eine Frage beantwortete der Zeuge Patrick H. am 30. September dann doch. Ob er jemals Informationen an den Nebenkläger Enrico Böhm weitergegeben habe, verneint H. Zu den Ermittlungen, welche von Chemnitz aus gegen ihn oder die gesamte „Soko LinX“ laufen, schweigt er.

Die Bundesanwaltschaft bleibt viele Antworten schuldig
Jungle world, 30.09.2021

Das Verfahrens ist mit Sicherheit – aus Sicht der Soko Linx – der Versuch einer Aufwertung der eigenen polizeilichen Arbeit. Was wir immer wieder sehen, auch bei der Staatsschutzpolizei, sind starke Vorurteile und Feindbilder, was die linke bis linksradikale Szene betrifft. Fast täglich gibt es neue Erkenntnisse, dass es auch in der Polizei rechtsradikale Strukturen gibt.

Die linke Angeklagte, der rechte Zeuge und viele offene Fragen
Spiegel, 22.09.2021

Auch die Mittäter hält der Zeuge für männlich. Auf Nachfrage der Bundesanwaltschaft sagt er: »Ich habe, ohne chauvinistisch sein zu wollen, einer Frau so einen Übergriff einfach nicht zugetraut.«

Große Inszenierung
Junge Welt, 08.09.2021

»Viele Menschen auch hier in der Region wissen, dass Lina nicht die Person ist, die von Zeitungen wie Bild und Welt skizziert wird. Viele Personen, mit denen wir sprechen, haben ein starkes Gerechtigkeitsempfinden und lehnen die Kriminalisierung der vier Antifaschisten ab. Denn Antifaschismus ist angesichts gewaltbereiter Neonazis und rechts unterwanderten Behörden für viele nachvollziehbar.«

Prozess gegen Lina E. startet mit einer Unterbrechung und einem Naziproblem
Leipziger Internetzeitung, 08.09.2021

Mit einem Video von der Kundgebung und dem Redebeitrag von Linas Mutter

Leipziger Volkszeitung, 08.09.2021

Jubel zum Prozessauftakt gegen Lina E. – Vorwürfe „sehr schwerwiegend“

„Vor dem Prozess seien Dokumente und Fotos personenbezogener Daten an Medien lanciert worden, darunter ans rechte „Compact-Magazin“. Seine Mandantin, so ein Anwalt von Lina E., sei vorverurteilt worden.“

N-TV, 08.09.2021

Proteste begleiten Prozess gegen Lina E.

„Wir verlangen, dass Karlsruhe das Verfahren abgibt und dass dieses Verfahren nicht unter dem Paragrafen 129 verhandelt wird“, sagte eine Sprecherin des Solidaritätsbündnisses kurz vor Beginn der Verhandlung.

Sächsische Zeitung, 08.09.2012

Wortgefechte im Saal: Prozess im Fall Lina E. gestartet

„Wir sind hier, weil konsequenter Antifaschismus notwendig und legitim ist.“ Das Bündnis will den Prozess kontinuierlich begleiten. Zudem gebe es eine finanzielle Unterstützung für die Betroffenen.“

Prozess gegen mutmaßliche linke Gewalttäter beginnt in Dresden
MDR, 08.09.2021

„Ohnehin gehöre dieser Paragraf – der die Bildung krimineller Vereinigungen betrifft – abgeschafft. Es gebe bereits eine Vorverurteilung der Beschuldigten. „Wir sind hier, weil konsequenter Antifaschismus notwendig und legitim ist.“ Das Bündnis werde den Prozess kontinuierlich begleiten.“

Leipziger Volkszeitung, 08.09.2021

Antifa protestiert vor Prozessauftakt gegen Lina E. in Dresden

„Auf Transparenten standen Schriftzüge wie „Free Lina“ oder „Keine Kriminalisierung des antifaschistischen Widerstands“. Das Solidaritätsbündnisses Antifa Ost und andere linke Initiativen hatten zu der Kundgebung aufgerufen. Antifaschismus sei kein Verbrechen, sondern legitim und notwendig, erklärte eine Sprecherin des Bündnisses.“

Tag 24, 08.09.2021

Mutmaßliche Linksextremistin Lina E. heute vor Gericht: Rechte twittern aus Saal, Anwälte laufen Sturm

„Wenn man öffentlich zugängliche Informationen zugrunde lege, dann seien die Anklagevertretung und die Ermittler des Landeskriminalamtes Sachsen „nicht in der Lage anzugeben, wann und unter welchen Umständen, durch wen und mit welcher Rollenverteilung diese Vereinigung entstanden sein soll“

Frankfurter Rundschau, 08.09.2021

Mutmaßliche Linksextremisten in Dresden vor Gericht

„Es handle sich bei den Vorwürfen um einzelne Auseinandersetzungen und nicht um einen Angriff auf den Staat. Von einer kriminellen Vereinigung könne keine Rede sein. Für die GBA sei das Verfahren ein „Experiment“, wie weit man mit dem Paragrafen 129 gehen könne.“

TAZ, 07.09.2021

Der starke Staat will es wissen

„Auch Lina E.s Mutter trat auf einer Kundgebung in Leipzig auf, bedankte sich für die Solidarität. „Lina ist mutig und stark“, sagte sie dort. „Lasst euch nicht einschüchtern, bleibt aufrecht.“

MSN.com 07.09.2021

Eine neue RAF? In Dresden beginnt der Prozess gegen die Studentin Lina E. und drei mutmassliche Komplizen

„Der Staat und seine Gegner prallen auch draussen aufeinander. Demonstrationen sind angekündigt.“

Welt 07.09.2021
Der seit Jahren wichtigste Prozess gegen die linksextreme Szene beginnt

„Das gesamte Verfahren ist eine Zäsur. Es ist Jahre her, dass Deutschlands oberste Ermittlungsbehörde derart gegen Linksextremisten durchgriff. Besonders macht den Fall auch, dass er Strukturen der radikal linken Szene offenlegt.“

Hessische Allgeine Zeitung, 07.09.2021

Lina E.: Angriff auf Neonazis? Darum geht es im Prozess um die Studentin aus Kassel

„Gegenüber unserer Zeitung stellten die Leipziger Verteidiger Erkan Zünbül und Björn Elberling die Zuständigkeit der Bundesanwaltschaft infrage. In den Ermittlungsakten würden „die Thesen der Bundesanwaltschaft von der ganz besonderen Brutalität nicht bestätigt“, sagte Zünbül, der Lina E. … verteidigt.“

Neues Deutschland, 07.09.2021

Phantomjagden der sächsischen Behörden

„Die kritische Zivilgesellschaft und einige Linke- und Grünenpolitiker warfen Staatsanwaltschaft und LKA eine klare politische Motivation vor.“

TAZ, 03.09.2021

Ein Gespenst geht um in Leipzig

„Obwohl die Beweislage ziemlich dünn ist. Trotzdem schreibt die Leipziger Volkszeitung (LVZ) schon mal munter von der „mutmaßlichen Linksterroristin“ und übernimmt auch sonst brav die Positionen des sächsischen Verfassungsschutzes.“

Die Wochenzeitung (Schweiz), 02.09.2021

Wie man sich eine neue RAF bastelt

„Zünbül wie Nagel kritisieren auch die mediale Inszenierung des Falls Lina E. Die Art und Weise, wie Informationen aus internen Ermittlungen immer wieder an die Presse gelangt seien“

ANF News

24.08.2021 – „Free Lina“-Infotour mit der Mutter in der Schweiz

Im September beginnt in Leipzig der Prozess gegen die Antifaschistin Lina E. Ihre Mutter hat am Wochenende auf Veranstaltungen in der Schweiz über das Verfahren informiert.

WOZ, 02.09.2021

Wie man sich eine neue RAF bastelt

Nächste Woche beginnt in Dresden der Prozess gegen eine angebliche «Linksterroristin». Ein Blick auf die Vorwürfe gegen Lina E. weckt grosse Zweifel am Vorgehen der Behörden. Will die Bundesanwaltschaft ein Exempel statuieren?